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We are an activistic architecture office from Munich. Our projects contribute to the political and social debate. Our work has been published worldwide in 117 countries in architectural magazines, art magazines, newspapers, radio and television. If you have any media request please write us at press@oppositeoffice.com

 

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2020, Dezember, WA Architecture, (China)

"贝内迪克特·哈特尔在给德国卫生部长斯帕恩 的一封公开信中提议:改造自2006 年开始施工的

柏林勃兰登堡机场。这座机场是德国大型建设项目 “烂尾”的一个实例,在公众眼里备受争议;同时也 是一个规划错误及成本激增的例子,直接导致了成 本超支。 在西班牙和意大利,由于新冠肺炎爆发,卫生 系统处于高度危机状态。德国的疫情爆发相对较晚, 但也将面临这种危机。于是,奥普赛事务所的贝内 迪克特·哈特尔提议将这座不体面的机场重新设计 成专用方舱医院——以为救治更多可能感染的患者 做好准备。自新冠爆发以来,我们有机会为疫情大流行做 更多的准备。在中国,火神山医院在10 天内“拔 地而起”,可容纳大约1000 张床位。 而如今,“这座机场也可以帮助我们度过难 关!” 贝内迪克特·哈特尔如是解释着他的概念。3 月26 日,德国卫生部长斯帕恩将德国当前的 形势描述为“暴风雨前的平静”。然而,我们的卫生 系统已经面临严峻考验。在新冠疫情爆发之前,航空出行便已不再流 行。现在,致命的感染风险已经取代了耻辱的复仇。我们一致认为在短期内,我们将不再需要这座新 机场。 建筑师贝内迪克特提议:“我们为什么不把它当 作新冠感染者的专用医院呢?“这样一来,受感染 的患者将被完全隔离在机场区域(1470hm2),不会 与其他病人接触。主建筑的面积就达22 万m2,为 医疗(紧急)护理提供了充足的空间,这座机场展 示了尚未开发的潜力。新建的新冠专用医院运用了机场的建筑结构,配备模块化的圆形舱室,可为每扇门分阶段建造。 在经济危机中最受影响的展台承建商可接手建设工 作。这座新冠医院可在短短数日内开放。贝内迪克 特·哈特尔建议:“让我们以中国的实用主义和行动 力为榜样!” 从建筑角度而言,这些模块是由钢型材和木板 搭建的简单构建物,我们还是试图为病人创造适宜 且愉快的氛围。如奥普赛事务所所言,环境也影响 着患者的康复过程。这样一来,每位病人都有自己 的休养空间。弧形的圆结构为患者康复和放松创造

了平静、安全的环境。 既然飞行受限且目前资源极其有限,那么专用 医院的概念应该可以应用于世界上更多的机场。□ 王单单 译)(...) "

von Emily Wang

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2020, November, Page Design Code Business, (Deutschland)

"Designaktivismus: Einfach mal visionär denken!

Nicht ganz (oder doch sehr???) ernst gemeinte Ideen für die Umnutzung des Flughafens BER.

Ein Flughafen, den die Welt nicht braucht? Angesichts von Klimawandel und Corona-bedingt darniederliegendem Flugverkehr hatte Benedikt Hartl schon im März Jens Spahn in einem offenen Brief eine radikale Idee vorgeschlagen: den damals noch unbenutzten BER-Airport in ein Covid-19-Superkrankenhaus umzuwandeln.

Der Münchner Architekt hat dafür runde modulare Patientenkabinenentworfen, die nicht nur extrem schick aussehen, sondern sich zudem ruckzuck von den durch die Corona-Einschränkungen extrem gebeutelten Messebauern einrichten ließen. Womit denen auch noch geholfen wäre.

Das Konzept, so ließ Hartl unbescheiden verlauten, ließe sich weltweit in Flughäfen umsetzen, die wegen der Coronakrise größtenteils leerstehen. Eine womöglich lebensrettende Nutzung – und ein erster Step auf dem Weg in eine neue Zeit, wo wir nicht mehr alle ohne Rücksicht aufs Klima durch die Gegend jetten und man das Konzept Flughafen gründlich überdenkt? (...) "

von Claudia Gerdes

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2020, April, Albenaa Magazine Volumen 41, S. 20-25 (Saudiarabien)

مقترح لتحويل مطار إلى مستشفى 

"

تصميمه إلى مستشفى كبير خاصة لاستقبال الأعداد الكبيرة من مرضى كورونا .

– يأتي هذا الاقتراح لأن بناء المطار  هو موضوع خلاف نتيجة لارتفاع تكلفته والتأخير في إنجازه ، مقابل الفائدة المتوقعة منه . اليوم هذا المطار يمكن أن يكون ذو فائدة عظيمة إذا تم تحويله في هذه المرحلة  إلى مستشفى ، علاوة على أن السفر  متوقف نتيجة للجائحة.

– المطار بعيد عن المدينة ويقع على مساحة 1470 هكتار  كما تبلغ مساحة صالات السفر حوالي 220،000 م2مما يجعله مكانًا  مناسبًا لعزل المرضى . تم الفصل بين  غرف المرضى بقواطع دائرية ، وسيتم توزيعها على صالات السفر ، على أن يتم بنائها من قبل المؤسسات المتضررة من هذه الأزمة للتعويض عن توقف أعمالهم .

– لن يستغرق البناء في الموقع سوى أيام معدودة بحيث يمكن فتح المستشفى بسرعة فائقة  كما حدث في دول عديدة مثل الصين .

–  صنعت الغرف من هياكل حديدية غطيت بالألواح ويأتي شكلها الدائري كمحاولة لإيجاد أجواء تلطف الحال  وخصوصية لكل مريض تساعد على شفاء المرضى .

– تشكل فكرة استخدام المطارات كمستشفيات مناسبة في هذه المرحلة التي توقف فيها السفر تمامًا ." 

von ترك التعليق

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2020, April, Einblick, Ausgabe 4, S. 19-23 (Deutschland)

Interview mit den Architekten

 Die geplante Werkstatt mit Förderstätte wird im neuen Gewerbegebiet "Am Oberfeld" entstehen und liegt genau zwischen Rosenheim und Raubling. Die Planung sieht eine Werkstatt mit 120 Plätzen im Arbeitszimmer- und Berufsbildungsbereich sowie eine Förderstätte mit 24 Plätzen vor. (...) 

Interview mit Petra Rohierse

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2020, 25. April, VD El Mercurio N 1.242, S. 12 (Chile)

REMEDIO NO CONVENCIONAL

" Es tal la necesidad de albergar de covid-19 en el mundo, junto con mantenerlos aislados y protegidos, que desde una oficina de arquitectura alemana sugió la idea de convertir el todavía no inaugurado aeropuerto de Berlín en un hospital. Un diseño novedoso, rápido y replicable en otros edificios. (...)

von María Cecilia de Frutos D.

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2020, 24. Mai, Thüringen Baukultur Tourismus. Stiftung Baukultur Thüringen (Hrsg.), S. 34/35 (Deutschland)

Werftkiste

Der Entwurf beantwortet die Fragestellung nach neuen Wohnformen des Tourismus in der Thüringer Seenkette mit einer sich verändernden Low-Tech Struktur. Entwurfsbestimmend ist die vorhandene Werft und ihr Schienen-Zugsystem für die Reparatur der Schiffe. Die begrenzte Fläche für ortsfeste Bauteile und der Wunsch nach Einsamkeit und Nähe zur Natur und Wasser führt zu einem beweglichen Gebäudeentwurf, wobei das Potential von XS genutzt wird. 

XS wird wörtlich genommen. So werden die Individualräume wie Schlafzimmer, Esszimmer, Küche, etc. auf ein minimales Maß von 2,66m x 1,16m bzw. 2,16 Außenmaß reduziert. Diese Individualräume befinden sich auf einem fahrbaren Untersatz, können von zwei Personen bewegt werden und auf den Schienen mit einen Zugsystem fahren. Jeweils vier Individualräume ergänzen sich zu einer Gruppe („Cluster“) und können somit ein Haus bilden - aber auch alleine stehen. So wird die Anforderung nach einer sich wechselnden Nutzerzahl gerecht (Paare, Familien und Gruppen). Dieses Konzept kann als Experiment für städtisches Wohnen verstanden werden.

link: https://baukultur-thueringen.de

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2020, 21. April, Archithese - Architekturmagazin (Schweiz)

ZEIT FÜR RADIKALE LÖSUNGEN (Interview)

"Der Münchner Architekt und Gründer des Opposite Office stellt gern Grundlegendes in Frage. Sozialwohnungen über dem Buckingham Palace oder Plastik-Recycling-Inseln auf dem Meer, Benedikt Hartl versteht es, weltpolitische Angelegenheiten architektonisch anzugehen. Nun hat er ein Konzept entwickelt, den kontroversen Berliner Flughafen BER in ein Notfallspital für COVID-19 Patienten umzunutzen. archithese hatte die Möglichkeit, sich mit Benedikt Hartl über seine Idee auszutauschen. Der «neue» Berliner Flughafen BER, seit 2006 im Bau, soll zum «COVID-19 Superhospital BER» werden. Während im chinesischen Wuhan innerhalb von 10 Tagen ein Notfallspital aus dem Boden gestampft wurde, ist BER ein Paradebeispiel für schlechte Planung und budgetsprengende, nicht berechnete Kosten. Da momentan unklar ist, wann Flughäfen wieder vollumfänglich in Betrieb genommen werden können, eignet sich der ungenutzte BER gut für Hartl, der speziell in Krisenzeiten Potenzial darin sieht, grosse, leer stehende Gebäude zu nutzen.
Das Konzept, das er bereits dem Deutschen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn per Mail vorgestellt hat, ist äusserst praktisch: Die über 220 000 Quadratmeter grosse Fläche des unfertigen Flughafens bietet ausreichend Platz für medizinische Geräte und Patient*innen und die komplett isolierte, wenn auch gut ans Verkehrsnetz angeschlossene, Lage eignet sich bestens für einen Ort, an dem menschliche Interaktion auf ein Minimum beschränkt werden sollte. Hartl schlägt vor, die Struktur des Flughafens mit abgerundeten, modularen Kabinen aus Stahl auszurüsten, welche schrittweise für jedes Gate konstruiert werden könnten, wodurch ein schneller Aufbau ermöglicht würde. Die Konstruktion könnte von arbeitslosen Messebauleuten übernommen werden. Dank den runden Formen steht immer eine offene neben einer geschlossenen Kabine. Das soll räumliche Distanz schaffen und effizientes Behandeln der Erkrankten ermöglichen. Die meisten Notlager, die man derzeit in den Medien zu sehen bekommt, erinnern eher an Lazarette; sie wirken drückend und beklemmend. Bei Hartls Konzept jedoch wird dem durch die visuell freundlicher wirkenden Rundungen entgegen gearbeitet."

von Lee Wolf

Interview zum nachlesen online: https://www.archithese.ch/ansicht/radikale-lösungen.html

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2020, 17. April, Baumeister - Architekturmagazin (Deutschland)

6 FRAGEN AN BENEDIKT HARTL (Interview)

China stampfte innerhalb kürzester Zeit Krankenhäuser aus dem Boden, um die vielen Covid-19-Patienten zu behandeln. Auch in Deutschland sind neue Kliniken geplant: Auf dem Berliner Messegelände entsteht beispielsweise gerade eine. Dies nahm das Münchner Büro Opposite Office zum Anlass, einen Entwurf zu entwickeln, wie man den neuen Berliner Flughafen BER Umnutzen kann. (...)

Interview von Isa Fahrenholz

  

online unter: https://www.baumeister.de/6-fragen-an-benedikt-hartl/

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2020, 17. Februar, Kontextur (Deutschland), Architekturmagazin

OPPOSITE OFFICE

"In most cases the start as a young architect is very difficult. It helps if you have money, rich friends or connections. I didn't have that, so the only way of starting was doing open competitions and this sucks."

Interview von Katharina Benjamin

link zum Interview:  https://kontextur.info/project/oppositeoffice

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2020, 7. April, Süddeutsche Zeitung (Deutschland)

Ich glaube, dass die Umrüstung sehr schnell geht

"Im Frühjahr 2019 erregte Benedikt Hartl in England Aufsehen. Bei einem Ideenwettbewerb über bezahlbaren Wohnraum in London reichte der Münchner Architekt ein Modell ein, den Buckingham Palace zu Sozialwohnungen umzubauen. So mancher Brite fasste allein die Idee als Majestätsbeleidigung auf. Nun, ein gutes Jahr später, hat der 33-Jährige einen neuen Ansatz, diesmal in der Bundeshauptstadt: Hartl hat ein Konzept erarbeitet, wie man den Berliner Flughafen BER als Krankenhaus für Corona-Patienten umfunktionieren könnte. (...)"

Interview von Korbinian Eisenberger

Interview auch online unter: 

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/coronavirus-muenchen-architekt-ber-klinik-1.4870154

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2020, 21. April, Nxt A - Das junge Architekten Netzwerk (Deutschland)

Project Stories #2: A behind the scenes look at architecture by NXT A 

Auch im Home Office geht der Architektenalltag weiter – Pläne müssen gezeichnet, Abgaben fertiggestellt und Baustellen koordiniert werden. NXT A fragt nach, wie es sich im Home Office anfühlt und welche Projekte anstehen. In unserer neuen Serie „Project Stories“ berichten Architekten und Architektinnen über ihren Alltag. Benedikt Hartl (Opposite Office, München) berichtet von seiner Dachterrasse, worauf es beim Home Office wirklich ankommt  Zu Zeiten von Corona stellen wir uns existenzielle Fragen. Diese Fragen betreffen Architektur, sind aber auch von grundlegender Natur. Worauf kommt es wirklich an? Für NXT A – die Plattform für junge ArchitektInnen – lasse ich gerne die Hosen runter und gebe Einblicke in meinen Homeofficealltag. 

Zum Autor:

Benedikt Hartl studierte Architektur an der Technischen Universität in München, an der School Of Architecture and Design in Oslo und an der Ardhi University in Dar Es Salaam. Er arbeitete als Projektleiter in verschiedenen Architekturbüros in Paris, Zürich und München. 2017 gründete er das Büro Opposite Office in München.

online unter: 

https://www.nxt-a.de/news/project-stories-2-a-behind-the-scenes-look-at-architecture-by-nxt-a/

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2019, 12. Dezember, perspective IIDA magazine (UK) fall/ winter issue 2019, 

Architekturmagazin, Interview, S. 10-12

The Gentrification Debate - 2 Designers on 1 Topic

"Benedikt Hartl, founder of OPPOSITE OFFICE in Munich: We are first and foremost service providers, but it's also our job as designers to question our role in things. That means a designer always has to think and act politically, as well as socially. A tower with luxury apartments, for example, is not only a piece of architecture but a social statement. We have to ask ourselves: Who will move in there? Who will not be able to afford to live there? How will that change the character of the neighborhood? I believe it should be a law that every new building project must create at least 50% social housing with affordable rents. In return, the building owners receive twice the building rights and can, for example, build higher. Thus, new housing with luxury apartments would finance social housing - a win-win for the investor, the residents, and the whole city. Our cities are constantly changing and transforming. It is what makes a city livable, interesting, and vibrant. But change and gentrification often go hand in hand. You don't design in a vacuum. Every design takes a social and political position. On the one hand, you have your client, but on the other hand, you also have your social conscience. As an architect or designer, you have influence. (...)" Interview von Meredith Landry

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2019, 27. Februar, Baumeister (Deutschland) Architekturmagazine

NA TOLL UND JETZT? OPPOSITE OFFICE.

„Gerade mit dem Studium fertig – oder in den letzten Zügen – und echt. keinen. Plan., wie es weitergehen soll? An diesem Punkt waren wir alle schon. Gewöhnt, immer ein Ziel vor Augen zu haben, macht sich jetzt ein großes Fragezeichen breit. Adieu Uni, hallo Zukunftsängste. Wir haben das Gegenmittel: Junge Büros und Arbeitnehmer, die ihren eigenen Weg gehen. Wir haben sie nach ihren größten Ängsten, Inspirationen und Erfolgen gefragt. Heute stellen wir vor: OPPOSITE OFFICE aus München. OPPOSITE OFFICE entstand 2017 im norwegischen Eis als Benedikt Hartl zusammen mit einem Freund Zelten und Ski fahren war. Davor hatte er bei unterschiedlichen Büros gearbeitet, den      letzten Job allerdings gekündigt und sich in die eisige Kälte verabschiedet. Aus der Skepsis gegenüber der Architektur einerseits und seiner Leidenschaft für ebendiese wuchs die Idee für das  OPPOSITE OFFICE: Etwas mit Architektur zu machen, nur eben anders. Als selbstständiger Architekt genießender nun die Zeit für den Entwurf und die Experimentierfreudigkeit. In den letzten Monaten war Opposite Office besonders mit einem Projekt medial vertreten: dem Entwurf für den Umbau des Buckingham Palace. (…) Wir leben in Zeiten, in denen relativ viel sprachlos macht: eine Mauer zu Mexiko, der Brexit. Aber auch bei uns in Deutschland verschlägt es einem manchmal die Sprache: Erfolgsprämie für erfolglose Manager, Schummelsoftware, Polizeiaufgabengesetz, explodierende Mietpreise … Architektur darf nicht losgelöst von Politik und Gesellschaft stehen. Ich verstehe, dass man als (Star-)Architekt gerne ein Stadion baut. Aber kann man wirklich verantworten, dass die Arbeiter auf der Baustelle wie Sklaven behandelt werden? Die meisten repräsentativen Bauten stützen eine politischeRichtung (...)  Es ist doch ein Unterschied, ob man eine Luxusvilla im Grünen oder sozialen Wohnungsbau plant."

von Isa Fahrenholz

komplettes Interview/ link: https://www.baumeister.de/na-toll-und-jetzt-opposite-office/

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2019, 15. Mai, Architektur Fachmagazin Ausgabe April/Mai 2019 (Österreich) Architekturmagazin

WOHNEN IM PALAST?

"Wer in letzter Zeit in London war, der weiß, wie teuer Hotels oder vergleichbare Unterkünfte in dieser Stadt sind: Die Preise übersteigen bei weitem das Niveau, das wir von Europa gewohnt sind. Nicht viel besser verhält es sich mit dem Privaten Wohnungsmarkt. Kaum ein Londoner kann sich heute noch eine vernünftige Wohnung leisten - die Mieter sind zu hoch. Deshalb nehmen prekäre Wohnsituationen wie die "Property Guardianship" zu und werden fast zur neuen Norm. Und auch die Zahl der Arbeitslosen hat sich in den letzten Jahren in London fast verdreifacht. Architekt Benedikt Hartl vom OPPOSITE OFFICE macht den (nicht ganz ernst gemeinten) witzigen und sicher auch politisch unkorrekten Vorschlag, den Buckingham Palace zu einem "affordable housing project" zu gestalten. Mit seinen 775 Zimmern und 79 Bädern ist er in Bezug auf die Bevölkerungsdichte von London nicht repäsentativ und die eine Umnutzung zu Sozialwohnungen würde ihm un den Londonern sicher gut tun. Die Zimmer sind mit funkenden Kronleuchter, kostbaren Teppichen, Marmorsäulen, Skulpturen und teurenKunstwerken geschmückt - aber leer, unbewohnt (bis auf Ausnahmen)! (...) Eine Frage bleibt nur offen: "Will the Queen be amused?"

von Peter Reischer

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2018, Dezember Wohnungsbau. Kostengünstige Modelle für die Zukunft.

PLANERISCHE ASPEKTE FÜR KOSTENEFFIZIENTES BAUEN

"Bezahlbares Wohnen im städtischen Raum ist eine der großen sozialen Fragen des 21. Jahrhunderts. Dabei sind Häuser, Gebäude und Städte nicht nur als funktionale Elemente zu betrachten, sie repräsentieren auch Ideen menschlichen Zusammenlebens, konstruieren soziale Beziehungen, formieren gesellschaftliche Interaktionen und Gemeinschaften. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die für teuren Wohnraum verantwortlich sind. In den Großstädten liegt einer der Hauptgründe in den explodierenden Grundstückspreisen, die die eigentlichen Baukosten sogar übersteigen. Hier trifft ein geringes Angebot auf eine hohe Nachfrage. Zudem dienen Grund und Boden heute ebenso wie Wohnraum als Kapitalanlage und zur Gewinnmaximierung für Investoren. Angebot und Nachfrage bestimmen auch den Preis von Bauleistungen und die Finanzierungskosten. Niedrige Zinsen senken nur scheinbar die Baukosten, da bei geringer Rendite auf dem Kapitalmarkt die Nachfrage nach Immobilien steigt.

Auch technische Anforderungen sowie internationale, europäische und nationale Normen, Gesetze, Verordnungen und Standards können die Kosten erhöhen. Zudem wirken die Baunebenkosten, die in Deutschland bis zu 16% des Kaufpreises betragen, preistreibend. Auf diese Faktoren hat Architektur keinen direkten Einfluss. Auf lange Sicht ist ein politisches und gesellschaftliches Umdenken notwendig, das den Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft – exemplarisch seien die demografischen Veränderungen, der Klimawandel und

die Integration von Migranten genannt – gerecht wird. Die in diesem Buch vorgestellten Projekte zeigen, mit welchen planerischen und technischen Möglichkeiten es gelingen kann, preiswerter zu bauen. (...)"

von Benedikt Hartl

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2019, 8. März, Bauwelt Ausgabe 5 2019 (Deutschland), Architekturmagazin 

ENGLAND IST NICHT ZU BENEIDEN!

" Die Diskussion um einen Brexit lähmt das ganze Land und überschattet alles. (...). Es gibt nur wenige, die mit ihrem Zuhause zufrieden sind. Eine ist die Queen! Buckingham Palace ist großartig! Mit 775 Zimmern und 79 Bädern ist die Bevölkerungsdichte nicht repräsentativ für den Rest von London, und der Buckingham Palace wartet auf seine Umnutzung zu Sozialwohnungen. Die Zimmer sind mit funkelnden Kronleuchtern, kostbaren Teppichen, Marmorsäulen, Skulpturen und teuren Kunstwerken geschmückt. Warum nutzen wir also nicht diese bestehende Struktur zur Bekämpfung der Wohnungsnot ?! Das dachte die Königin selbst, als sie letztens unter ihren Untertanen durch die Straßen „ihrer“ Stadt ging. (...) Also beschloss sie, all ihre königliche Macht einzusetzen, um dieses Problem zu lösen. Sie spricht mit ihrem treuen Architekten Benedikt Hartl von OPPOSITE OFFICE und gemeinsam kommen sie auf die Idee, den Buckingham Palace  zu erweitern. (...) Internationale Medien wie beispielsweise die Daily Mail sprechen von 50.000 Menschen, die im „Affordable Palace“ unterkommen sollen. Nach aktueller Planung und brandschutztechnischen Bestimmungen wird diese Dichte schwer umsetzbar und es muss eher von einer geplante Bewohneranzahl von 45.000 Menschen ausgegangen werden. (...)"

von Benedikt Hartl

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2019, 31. Januar, Le Quotidien de l’Art N° 1651 (Frankreich) Kunstmagazin

HOME SWEET HOME

"La densité d’occupation du palais de Buckingham n’est pas représentative de celle de Londres ». C’est par cet euphémisme que l’agence munichoise OPPOSITE OFFICE introduit sa proposition, dessinée par le fondateur Benedikt Hartl et son collaborateur Thomas Haseneder : édifier au-dessus du palais un nouveau bâtiment de trois niveaux pouvant loger 50 000 sujets. Par huit escaliers spectaculaires et des ascenseurs, ces colocataires pourraient gagner les salons historiques afin de partager avec la Queen quelques moments d’exception. Il est vrai qu’avec ses 775 pièces et 79 salles de bain, Buckingham est, dirons-nous, suréquipé ou sous-occupé. L’agence d’architecture ajoute que cette opération constituerait un beau coup de « com » pour la couronne, jugée un peu old school. Rappelons qu’en France, l’architecte Édouard François avait proposé il y a quelques années l’édification de logements sociaux à l’entrée de l’Élysée, afin de répondre à l’exigence de logements de ce type dans tous les quartiers de Paris. Une idée pour le Grand débat?“

von Philippe Trétiack

link: https://www.lequotidiendelart.com/articles/14256-home-sweet-crown.html

2020, November, Page Design Code Business, (Deutschland)

"Designaktivismus: Einfach mal visionär denken!

Nicht ganz (oder doch sehr???) ernst gemeinte Ideen für die Umnutzung des Flughafens BER.

Ein Flughafen, den die Welt nicht braucht? Angesichts von Klimawandel und Corona-bedingt darniederliegendem Flugverkehr hatte Benedikt Hartl schon im März Jens Spahn in einem offenen Brief eine radikale Idee vorgeschlagen: den damals noch unbenutzten BER-Airport in ein Covid-19-Superkrankenhaus umzuwandeln.

Der Münchner Architekt hat dafür runde modulare Patientenkabinenentworfen, die nicht nur extrem schick aussehen, sondern sich zudem ruckzuck von den durch die Corona-Einschränkungen extrem gebeutelten Messebauern einrichten ließen. Womit denen auch noch geholfen wäre.

Das Konzept, so ließ Hartl unbescheiden verlauten, ließe sich weltweit in Flughäfen umsetzen, die wegen der Coronakrise größtenteils leerstehen. Eine womöglich lebensrettende Nutzung – und ein erster Step auf dem Weg in eine neue Zeit, wo wir nicht mehr alle ohne Rücksicht aufs Klima durch die Gegend jetten und man das Konzept Flughafen gründlich überdenkt? (...) "

von Claudia Gerdes

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2019, 12. November, SPIEGEL online (Deutschland). Nachrichtenmagazin

SO WOLLEN WIR WOHNEN

"Ein Projekt für Sozialwohnungen im Buckingham Palace, eine Hebammenstation in Ghana und die Nachbarschaftsinitiative Hinterhof-Dinner sind die Gewinner des Social Design Awards. Hier stellen die Sieger ihre Ideen vor. Der Preis der Expertenjury geht an das Team von "Affordable Palace", das angetreten ist mit der Idee, den Buckingham Palace umzubauen zu Sozialwohnungen. Dass die englische Königin allein 775 Zimmer und 79 Bäder in bester Londoner Lage zur Verfüg-ung hat, geht gar nicht in Zeiten von Wohnungsnot und Mietenwahnsinn, finden die beiden Architekten des Münchner Büros OPPOSITE OFFICE. Benedikt Hartl und Thomas Hasender wollen daher den Palast um sechs Stockwerke aufstocken. So soll Platz geschaffen werden für 50.000 Menschen. Die Architekten wissen, dass ihre Idee höchstwahrscheinlich Fantasie bleiben wird. Ernst meinen sie es trotzdem. In ihrer Begründung lobte die Jury den gesellschaftspolitischen, provokanten und humorvollen Beitrag zur Diskussion über das Recht auf Wohnraum und soziale Gerechtigkeit, der auch in der englischen Presse aufgegriffen wurde."

von Philipp Löwe

 

link zum Interview:

https://www.spiegel.de/stil/social-design-award-so-wollen-wir-wohnen-a-1296119.html

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2019, 31. Januar, Archithese (Schweiz) Architekturmagazin

AFFORDABLE PALACE

"Eine Idee, den Buckingham Palace in einen riesigen Sozialwohnungsbau zu verwandeln, versetzt derzeit die Britischen Boulevardmedien in helle Aufregung. Entwickelt hat den Vorschlag, der zugleich wachrüttelt und nicht ganz ernst scheint, der Münchener Architekt Benedikt Hartl. Während gerade vornehmlich über den Brexit, den Amerikanischen Grenzzaun zu Mexiko und Fake News diskutiert wird, möchte er die Aufmerksamkeit auf die prekäre Lage auf dem Wohnungsmarkt vieler Grossstädte in Europa lenken. Architektonische Utopien sind mittlerweile selten geworden. Bei den wenigen handelt es sich meist um technische Visionen, denen es am subversiven Moment mangelt und mit denen keine wirkliche Kritik am Status Quo formuliert wird. Das verwundert den Münchner Architekten Benedikt Hartl, denn zu kritisieren gäbe mehr als genug: Fake News, Brexit, Cum-Ex, den Mauerbau der USA an der Grenze zu Mexiko, den Neoliberalismus, die stetig steigende Mieten und der Mangel an Wohnraum in vielen Grosstädten etwa. Für das Fehlen von günstigem Wohnraum präsentierte er nun eine Lösung und sagt augenzwinkernd: «Wenn das ‹real› geworden ist, sozusagen der ‹Normal-Zustand›, warum dann nicht mal darüber nachdenken, den Buckingham Palace in einen Sozialwohnungsbau umzuwandeln? (...)"

 

von Julian Bruns

link: https://archithese.ch/ansicht/affordable-palace.html?page_g45215=2

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2019, 10. Dezember, Review Ausgabe #2/19 (Deutschland) Architekturmagazin

ARCHITECTURE AS A MEDIUM FOR POLITICAL DISCUSSION

"Affordable housing? This type of housing has long been a scarce commodity in major cities such as Munich or London. Nowadays, flat hunting is by no means a problem reserved to low-paid workers, but also concerns average wage earners and families in which both parents work full time. In other words, this includes the middle class, whose prosperity and social satisfaction are considered to guarantee a stable democracy. Affordable housing is in short supply, and accommodation is increasingly becoming a luxury good on an unregulated market. Affordable living space has thus become one of the most important social challenges of our time in major cities and, of course, preoccupies us architects as well. At the moment, many competitions dealing with this topic are being advertised. Our agency, OPPOSITE OFFICE, participated in such a competition for ‘Affordable Housing’ in London." (...) 

von Benedikt Hartl

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2020, 13. Januar, What is Affordable Housing? Archivebooks, Architekturbuch

Live differently!

 

The Housing shortage is not, as often suggested, a problem of too few apartments, rather it is primarily a problem of housing distribution and a consequence of the dissonance between supply and demand. On the one hand for the nuclear family is created and even promoted politically with subsidies such as the German “Baukindergeld“, while on the other hand housing for communal and alternative forms of living is needed to respond to the societal-political issues of our time. Many different forms of living have developed throughout human history. In the 15th century, the "whole house" of the extended family was a self-sufficient housing and economic community. During industrialization and the associated urbanization, cramped tenements segregated rich and poor. After the Second World War, community living became compulsory due to the level of destruction. At the time of the ”economic miracle“,  the single family house was heavily propagated. The German student movement of '68 also expressed their protest through the adoption of alternative housing forms such as the shared flat creating a counter-proposal of hierarchy-free communes. Today in the first instance, the lack of affordable housing dominates in large cities, which is essentially  a “housing distribution problem“. In addition to migration, aging and uneven capital distribution, this is also the result of disparity between housing size and “functional density“, meaning the ability of spaces to adopt and transform to different circumstances. (...) Benedikt Hartl

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2019, 11. Dezember, SPIEGEL WISSEN 4/2019 (Deutschland), S. 119

Gewinner des Social Design Awards 2019 ausgezeichnet

 

"Mit „Affordable Palace“ wurde von der Jury ein Projekt junger Architekten des Münchner Büros Opposite Office ausgezeichnet. Ihre Idee: Der Buckingham Palace in London soll in Zeiten von Wohnungsknappheit und Mietpreisexplosion um sechs Etagen aufgestockt werden und Wohnraum für 50.000 Menschen bieten. Außerdem ist eine Deckelung des Mietpreises geplant, und zwar bei acht Euro pro Quadratmeter. Die Architekten wissen natürlich, dass ihre Idee eine Idee bleiben wird. Sie möchten aber mit „Affordable Palace“ einen provokanten Beitrag zur Diskussion über das Recht auf Wohnraum und soziale Gerechtigkeit leisten. Der Juror Friedrich von Borries, Architekt und Professor für Designtheorie in Hamburg, sagt: „,Affordable Palace’, auf deutsch ungefähr ,bezahlbarer Palast’, nennt Benedikt Hartl von Opposite Office seinen Entwurf für eine – ästhetisch überaus ansprechende – Überbauung des Buckingham Palace. Damit ist ihm ein intelligentes und architektonisch überzeugendes Statement zu den Widersprüchen unserer Gesellschaft gelungen. Und wollen wir letztlich nicht alle in einem Palast wohnen?“

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2019, 9. April, Werk, Bauen + Wohnen (Schweiz) Architekturmagazine

PROJEKT ALS PROJEKTIL: EINE ZUSCHRIFT

"Bezahlbarer Wohnraum? Bezahlbarer Wohnraum ist in Grossstädten wie beispielsweise München, Zürich oder London schon länger knapp, auch für Normalverdiener. Wohnraum wird darum immer mehr zum Luxusprodukt in einem unregulierten Markt und zum Kriterium für gesellschaftlichen Ausschluss. Erstmals seit den Verwerfungen der 1920er Jahre wird die Beschaffung von Wohnraum wieder zu einer der wichtigsten sozialen Herausforderungen, aktuelle Diskussionen in Deutschland um allfällige Enteignungen von Immobilienfirmen machen dies deutlich.

Und die Architektur? Zurzeit werden international viele Wettbewerbe mit dem Thema des günstigen Wohnens ausgeschrieben. Auch in London, ausgerechnet im aggressivsten Immobilienmarkt von Europa! Das Problem des fehlenden Wohnraums wird mit der Diskussion um einen Brexit verschärft und lähmt das ganze Land. England ist nicht zu beneiden. Unter politisch und sozial ohnehin aufgewirbelten Bedingungen wollten wir mit unserem Büro Opposite Office prüfen, inwiefern Architektur zu einer politischen Aussage kommen kann, und entschieden uns, am Wettbewerb teilzunehmen.

Kann Architektur ein Medium politischer Diskussion sein? Kann Architektur provozieren? Diese Frage stellten wir uns, als wir die Aufgabe Affordable Housing in London angingen. Unser Vorschlag: Wir wollten aus dem Buckingham Palace einen Affordable Palace machen. Die damit verbundene Frage: Muss man Sozialwohnungen überhaupt ansehen, dass es Wohnungen für «Arme» sind?

link: https://www.wbw.ch/de/mehr-werk/werk-notiz/projektil.html

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2019, 21. Januar, Strelka Mag (Russland), Architekturmagazin

„Архитектурное бюро OPPOSITE OFFICE предложило реконструировать Букингемский дворец в Лондоне. Проект под названием Affordable Palace предполагает, что дом королевской семьи станет общежитием, в котором сможет проживать ещё 50 тысяч лондонцев. Студия написала королеве Великобритании письмо с просьбой поделиться своим дворцом с теми, кто нуждается в жилье. Архитекторы хотят превратить Королевский дворец в пространство, которое поможет решить жилищный кризис в Лондоне. В открытом письме говорится, что немногие лондонцы сейчас удовлетворены жилищными условиями, в то время как в королевском доме 775 комнат и 79 ванных“

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2019, 25. Januar, Wettbewerbe aktuell Ausgabe 1/2019 (Deutschland)

XS

Der Wettbewerb folgt der Idee von der kleinen Dimension. Im Tourismus ist das eine Größe, die zum Experiment einlädt. Auch ein kleines, individuell entwickeltes Haus kann ein vorbildlicher Beitrag zum Bauen unserer Zeit sein,. Gesucht werden Vorschläge für eine Ferienarchitektur, die lokale und regionale Ressourcen nutzt, einen sensiblen Umgang mit der Natur verkörpert,  die gestalterische Maßstäbe setzt und ein technisches und digitales Bewusstsein vermittelt. Das kleine Haus soll neue Bauweisen und Wohnformen auf Zeit anbieten. XS soll am Thüringer Meer innovativ und modellhaft sein. Für den Wettbewerb stehen zwei sehr unterschiedliche Standorte für das neue Ferienwohnen zur Auswahl: Staumauer und Werft. Es sollten folgende Prinzipien folgen:

- Innov. Programm für Gebäude und Gelände

- innovative und angemessene Konstruktion

- Verwendung regional verfügbarer Materialien

- Berücksichtigung regionaler Kreisläufe

- Verfertigung und Elementierbarkeit

- Transportabilität

- konzeptionelle und finanzielle Realisierbarkeit

link:  https://www.wettbewerbe-aktuell.de/ergebnis/xs-neue-ferienhauser-modellhaft-bauaen-schleiz-78445

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2019, 25. Januar, Süddeutsche Zeitung, Tageszeitung

„Architekt will Buckingham Palace in Sozialwohnungen umbauen.

 

50 000 Menschen könnten dort Platz finden. Für seinen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag bekommt Benedikt Hartl heftige Kritik. Dieser Tage hat Queen Elisabeth II. Post aus München bekommen. Benedikt Hartl, 32, Architekt und Architektur-Dozent, hat ihr in den Schreiben seine Pläne für den Buckingham Palace erläutert, mit denen er bei einem Ideenwettbewerb über bezahlbaren Wohnraum in London einen Anerkennungspreis gewonnen hat. Hartl fragte an, ob es möglich sei, das Architekturmodell im Buckingham Palace auszustellen. Der Palast ist da vier Stockwerke höher als im Original - und hat auch ein paar Bewohner mehr. Die Antwort steht noch aus. Und selbst wenn man die britische Zurückhaltung heranzieht, dürfte die Queen nicht sonderlich amüsiert sein von Hartls Vorschlag, das Königshaus in Sozialwohnungen umzubauen. "Affordable Palace" nannte er seinen Plan - einen Palast, für alle erschwinglich. Ein Plan, der in England und auch in anderen Ländern ein großes mediales Echo erhielt, nachdem eine Architekturzeitschrift darüber berichtete - inklusive böser Kommentare der Leser. Einige nannten den Vorschlag gar eine "Majestätsbeleidigung". "Natürlich wollte ich mit dem Vorschlag provozieren", gibt Hartl zu. Die Idee, Buckingham Palace umzubauen, sei natürlich nicht ganz ernst gemeint gewesen. (...)"

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2019, 22. Januar, Daily Mail (UK), Boulevardzeitung

„Royal solution to Britain's housing crisis?

 

German design firm unveils plans to convert Buckingham Palace's 775 rooms into affordable flats for 50,000 Londoners including vast multi-storey extension. Design firm OPPOSITE OFFICE, based in Germany, unveiled plans to convert Buckingham Palace's 775 rooms. Architects propose turning them into flats that would house 50,000 residents and could solve housing crisis. They also want to build a huge multi-story extension that would be placed on top of the historic landmark. The 'Affordable Palace' has no corridors and folding screens and walls allowing spaces to be repurposed. (…) In order to squeeze so many inhabitants into one place, the designs include no corridors while folding screens and walls would allow for certain spaces to be repurposed as needed. Private single and double bedrooms would work in unity with shared living rooms and dining areas. Apartments within the palace would be connected by eight staircases, and part of OPPOSITE OFFICE’s plans would involve a multi-story extension that would be placed on top of the structure. Founder of the Munich-based company Benedikt Hartl, who also wrote an open letter to the Queen about the proposals for the building, which was first constructed in 1703. He writes: 'In addition to the self made Brexit hullabaloo, there is the largest shortage in history! 'Large part of population 'generation rent' are locked out of the housing market. Affordable housing is missing. 'This is why I thought we can develop a strategy to fix both problems!' He calls on the Queen to use her 'royal power and money' to create affordable housing, telling Her Majesty that they would be 'delighted' to present their plans. He signs off: P.S sorry for any mistakes. I am German.' Speaking about the plans, Mr Hartl said: 'For us, it is important that you live together with people, not next to each other. 'The Affordable Palace should be a collective space for living, meeting people, cooking together, and drinking tea with the Royal Family - a democratic house. 'All men are created equal - that's why all rooms are the same size. A normal earner can no longer afford to live in many large cities. 'Rent explodes and people live in precarious conditions. We live in a time of madness, a time when everything seems to be possible. 'Why shouldn't it then be possible to transform Buckingham Palace, a symbol of royal power and wealth, into social housing?“

von Ed Riley

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2019, 4. Februar, Architectural Digest (Deutschland), Architekturmagazin

WIE EIN MÜNCHNER ARCHITEKTURBÜRO IM BUCKINGHAM PALACE WOHNRAUM FÜR 50.000 MENSCHEN SCHAFFEN WILL

„Ab wann ist Architektur Satire? Darüber sprachen wir mit dem Münchner Architekten Benedikt Hartl, der kürzlich vorschlug, den Buckingham Palace aufzustocken – um dort bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

In England steigen die Immobilienpreise rasant, inbesondere in London besetzen Luxusimmobilien den sowieso schon knappen Baugrund. Selbst Normalverdiener können sich Wohnraum in der Stadt an der Themse kaum noch leisten. Warum also nicht den Buckingham Palace mit seinen fast 800 Zimmern zu einem „Affordable Palace“ für alle machen? Genau das schlägt ein junges Architekturbüro aus München vor. Opposite Office, bestehend aus Gründer Benedikt Hartl und seinem Mitarbeiter Thomas Haseneder, regt an, die offizielle Residenz der britischen Monarchen in London um vier Stockwerke zu erweitern und im neu gewonnenen Wohnraum 50.000 Menschen unterzubringen. Ist das ihr Ernst? Nicht ganz.

Trotzdem wagte sich Opposite Office bei einem ausgeschriebenen Ideenwettbewerb für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums mit der Idee vor – und bekam dafür nicht nur einen Anerkennungspreis, sondern auch zahlreiche Hass-E-Mails. Wir unterhielten uns mit Benedikt Hartl über aktivistische Architektur, Majestätsbeleidigung und immer teureren Baugrund. (...)"

Interview mit Valerie Präkelt

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2019, Magazin IBA Thüringen Ausgabe 5/19 (Deutschland), Architekturmagazin

BAUKULTUR UND TOURISMUS: KLEINE URLAUBSARCHITEKTUREN AM GRÖSSTEN STAUSEE DEUTSCHLANDS

"(...) In einem internationalen Ideenwettbewerb "XS - Neue Ferienhäuser modellhaft bauen" wurden 2018 zwei Architekturentwürfe ausgezeichnet, die nun bis zur Realisierung weiter begleitet werden: ein Langhaus, dessen Grundriss flexibel große Wohneinheiten zulässt und sich an die Zielgruppe und Topografie anpasst, und Mirkoarchitekturen für eine ehemalige Werft, die schrittweise touristisch aktiviert werden soll. (...)"