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Projekt Umbau zweier denkmalgeschützter Hallen Jahr 2012 Typ Projekt Programm: universitäre Arbeitsräume und Vorlesungssäle Größe: 9.000m², Architektur: Benedikt Hartl, Ort: München, Deutschland

Beim Umbau der heterogene Bebbaung des ehemaligen Heizkraftwerkes mit der Maschinen- und Hydraulikhalle von 1912 inmitten der Blockrandbebauung der TU München gilt das besondere Augenmerk dem Erhalt der beiden denkmalgeschützen Hallen.

Sie bleiben erhalten. Somit werden die Machinenhalle und die Hydraulikhalle aus dem rechteckigen Quader herausgestanzt.
Dies ist das Entwurfsprinzip. Alt und Neu ergeben, ganz nach dem Figur-Grund Prinzip, zusammen eine Übersumme an Gestaltsqualität. Anstatt durch neue Anbauten auf die Hallen zu reagieren werden diese in das neue Gebäude miteinbezogen und verbergen sich wie ein kleiner Schatz in einer Schmuckschatulle. Alt und Neu werden eins, obwohl sie sich an keiner Stelle berühren. Das neue Gebäude wird einfach über die beiden denkmalgeschützten Hallen gestülpt.

Diese beiden Hallen bilden dann den repräsentativen öffentlichen Teil des Universitätsbau. Sie beinhalten sowohl das Café mit Fakultätsclub als auch eine große Veranstaltungshalle mit Auditorium.

Die räumliche Qualität der beiden Hallen steht und fällt mit ihren gläsernen Tonnendecken, die dem  industriellen Charakter der Hallen durch ihre schimmernden Oberlichter  etwas mystisches geben. So bildet das neue Gebäude über den Hallen zwei Lichthöfe, die zugleich zum Ordnungsprinzip der Grundrisse werden. Die einzelnen Räume an der Fassade, im inneren des Gebäudes entsteht eine offene Lernlandschaft um die beiden Innenhöfe herum.  Um der modernen Pädagogik gerecht zu werden entsteht hier ein offener Raum für unterschiedlichste Lernkonzepte. Hier  soll sich die TU München als moderne zukunftsorientierte Universität präsentieren. Das große offene Bereich des freien Arbeitens stellt ein kommunikatives multimediales Raumkonzept frei zur eigenen Nutzung zur Verfügung.

Die Konstruktion des Neubaus ist eine Interpreation der Tonnenkonstruktion der vorhandenen Hallen. So tritt Neu und Alt in eine Beziehung. Der Neubau verweist ganz klar auf den Altbau ohne jedoch so sein zu wollen wie er. Die abstrakte Form eines Trägers wird so zu etwas ganz eigenem mit eigenen räumlichen Qualitäten.

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